Rückschlagventil Federbelastet

Rückschlagventile sind selbsttätig arbeitende Industriearmaturen, die den Durchfluss in einer Richtung freigeben und einen unerwünschten Rückfluss verhindern. Sie schützen Pumpen, Rohrleitungen und weitere Anlagenkomponenten, ohne dass dafür ein manueller, pneumatischer oder elektrischer Antrieb erforderlich ist.
Im Inneren des Ventils befindet sich ein beweglicher Teller oder Kegel, der durch eine Feder gegen den Ventilsitz gedrückt wird. Erzeugt das anströmende Medium einen ausreichend hohen Differenzdruck, überwindet es die Federkraft und hebt den Abschlusskörper vom Sitz ab.
selbsttätige Funktion ohne externe Energie
zuverlässige Verhinderung von Rückströmungen
schnelles Schließen durch Federrückstellung
in vielen Einbaulagen verwendbar - horizontal | vertikal von unten nach oben
kompakte und robuste Konstruktion
für Flüssigkeiten, Gase und Dämpfe erhältlich
unterschiedliche Anschluss- und Dichtungsvarianten
Sinkt der Druck in der Rohrleitung oder kehrt sich die Strömungsrichtung um, drückt die Feder den Teller beziehungsweise Kegel wieder auf den Dichtsitz. Der entstehende Gegendruck unterstützt den Schließvorgang und verhindert, dass das Medium zurückströmt.
Federbelastete Rückschlagventile mit Flanschanschluss werden fest mit der Rohrleitung verschraubt. Flanschdichtflächen nach EN 1092-1 Form B1 ermöglichen eine sichere und genormte Verbindung mit passenden Gegenflanschen.
Diese Bauform ist besonders robust und eignet sich für industrielle Rohrleitungen sowie unterschiedliche Druck- und Temperaturbereiche. Gegenüber kompakten Zwischenflanschventilen benötigt sie jedoch mehr Baulänge und besitzt ein höheres Gewicht.
Disco-Rückschlagventile werden direkt zwischen zwei Rohrleitungsflansche eingesetzt und über die Flanschschrauben verspannt. Ihre sehr kurze Baulänge und das geringe Gewicht machen sie ideal für Anlagen mit begrenztem Einbauraum.
Die federbelastete Scheibe schließt schnell und ermöglicht abhängig von der Ausführung den Einbau in unterschiedlichen Positionen. Geeignete Flansche, eine korrekte Zentrierung und die vorgegebene Durchflussrichtung müssen bei der Montage beachtet werden.
Rückschlagventile mit Rohrgewinde nach DIN EN 10226-1 beziehungsweise ISO 7-1 lassen sich direkt in eine passende Rohrleitung einschrauben. Sie sind kompakt, wirtschaftlich und werden häufig bei kleineren Nennweiten eingesetzt.
Die Gewindeverbindung muss fachgerecht abgedichtet werden. Werkstoff, Dichtungsart und Gewindeausführung sind passend zu Medium, Druck und Temperatur auszuwählen.
Rückschlagventile arbeiten autark, reagieren unmittelbar auf veränderte Druckverhältnisse und erfordern keine separate Steuerung. Die Feder erzeugt jedoch einen Öffnungswiderstand und damit einen gewissen Druckverlust.
Bei falscher Dimensionierung oder zu geringem Volumenstrom kann der Abschlusskörper flattern und vorzeitig verschleißen. Verschmutzungen oder Feststoffe können außerdem die Dichtfläche beeinträchtigen, und im schlimmsten Fall den Rückstrom fördern, und das dichtschließen der Industriearmatur unterbinden. Rückschlagventile ersetzen deshalb keine separat betätigte Absperrarmatur.
Wir bieten federbelastete Rückschlagventile als Flansch-, Zwischenflansch- beziehungsweise Disco-Ausführung und mit Gewindeanschluss an. Senden Sie uns gerne Medium, Temperatur, Druck, Nennweite und Einbaulage – wir freuen uns auf Ihre Anfrage.
Sie sind unsicher, welches Rückschlagventil zu Ihrer Rohrleitung passt? Senden Sie uns Medium, Nennweite, Betriebsdruck, Temperatur und gewünschte Betätigung an info@industriearmatur.de. Wir unterstützen Sie bei der Auswahl einer geeigneten Industriearmatur.